Der Charme der Boleros
Boleros, ursprünglich spanische Tracht der Torreros, hat den Sprung in die Modewelt geschafft. Schon immer wollten Frauen mit besonderen Kleidungsstücken Aufsehen erregen und sich atemberaubend präsentieren.
Die Kombination aus neuen Mode-Schöpfungen und Farb-Kreationen mit traditionellen Kleidungsstilen ist dabei ein bewusst gewähltes Mittel, um besonders stilvoll und elegant zu wirken.Gerade der Bolero wird deshalb auch zu ganz besonderen Anlassen getragen. Häufig sieht man ihn bei Kommunionen und Hochzeiten, doch gerade der Griff zum Bolero beim abendlichen Ausgehen hat sich etabliert.
Doch Bolero ist nicht gleich Bolero: Es gibt ihn in den verschiedensten Kreationen und Farben. Besonders beliebt sind sogenannte Wickelboleros, doch auch die „klassischen Varianten“ mit Knöpfen oder einem Reisverschluss sind häufig gewählte Mode-Rafinessen. Modern wurde der Bolero vor allem durch die Kombination mit Damenkleidern. Oft werden Boleros frisch und keck mit Sommer- oder Cocktail-Kleidern getragen und zeigen einerseits eine modische Standhaftigkeit und andererseits jugendliche Frische.
Früher war dies ein wenig anders, der Bolero wurde mit „Kriolinen“ getragen – wem dieser Begriff im zwanzigsten Jahrhundert nichts sagt, der hat keinen Modepatzer begangen, denn ein Reifrock, der durch einen Holzrahmen gespreizt wird, ist heute schon lange nicht mehr modisch….Der heutige, moderne Bolero unterscheidet sich in der Regel aber typisch von der spanischen Volkstracht – diese kommen weniger bunt und ohne umfangreiche Verzierungen daher. Meist überwiegen hier einzelne Farben.Das Farbspektrum erstreckt sich dabei über Grau-, Schwarz-, und Blau-Töne. Eine der beliebtesten Farbe ist rosa – wahrscheinlich um die Damenhaftigkeit der Trägerin noch einmal zu unterstreichen.
Wer eine modische Aussage treffen möchte, und sich zu gegebenem Anlass von der grauen Masse abheben will, ist einem Bolero also wärmstens zu empfehlen.